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Die STEG Parkhotel Arvenbüel wurde 1983 Jahren als Apparthotel gegründet
und von der Biotel AG als Pächterin geführt, vorwiegend als Seminarhotel. Die Stockwerkeigentümer
wohnten nur zeitweilig und wochenweise in ihren Wohnungen. Im Jahre 1996 kam es zur
Insolvenz des Hotel- und Restaurantbetriebes. Durch den unermüdlichen Einsatz des Beirates
mit dem Vorsitzenden Eblenkamp gelang es schließlich im Jahre 2003 im Zusammenwirken
mit der Politischen Gemeinde Amden, das Apparthotel in Ferienwohnungen umzuwandeln.
Mittlerweile ist die Eigentümerschaft zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen. Sie
besteht aus 40 Eigentümern, die sich an der Wohnqualität in der fast unberührten Natur
des Arvenbüel`s erfreuen. Unser Verwalter, Herr Heinz Wickli, leistet durch seine tatkräftige
Unterstützung Grossartiges zum Erhalt der Liegenschaft.
Für Pflege und kleine Reparaturen an der Gartenanlage und Liegenschaft ist unser Abwart,
Herr Franz Thoma, zuständig. Er ist auch derjenige, welcher im Winter schon ab morgens
5 Uhr die Gehwege von Schnee und Eis befreit, im Sommer unsere Gartenanlage pflegt
und für alle Fragen ansprechbar ist.
Beide Herren werden durch einen dreiköpfigen gewählten Beirat in Ihrer Arbeit unterstützt.
Gemeinsam mit allen Eigentümern arbeiten Verwaltung, Abwart und Beirat an der Verschönerung
und Erhaltung unseres "Parkhotels" Arvenbüel.
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Zur Geschichte des Parkhotels Arvenbüel
Im Jahre 1980 warb die Residenza AG aus Zürich mit Anzeigen und einem ansprechenden
Farbprospekt vor allem in Deutschland um Käufer für 35 Appartment-Wohnungen im neu
zu errichtenden Parkhotel Arvenbühl in Amden. Über den Treuhänder Dr. Scharpf
aus Lugano gelang es, fast alle Wohnungen bereits vor dem Baubeginn Ende 1981 zu verkaufen,
zumal der Generalunternehmer J. Ramensperger für die ersten zwei Jahre beträchtliche
Mieterträge garantierte.
Hotel und Wohnungen waren nach einjähriger Verzögerung ab 1. Oktober 1983 betriebsbereit
und wurden durch die Ramensperger-Firma Biotel AG eröffnet. Herr August Weber, der
Schwager von J. Ramensperger, wurde als Hotelier und gleichzeitig auch als Stockwerkseigentumsverwalter
der 40 Einheiten eingesetzt. Alle 35 Wohnungen standen dem Hotel gemäß der grundbuchlich
eingetragenen Verpflichtung mit ihren Standardausstattungen während acht Monaten für
wechselnde Hotel- oder Feriengäste zur Verfügung. Sie konnten im übrigen nach Anmeldung
gegen Entrichtung einer Eigennutzungspauschale auch privat bewohnt werden. Die Biotel
AG empfing in den ersten Jahren vor allem Gäste für Weiterbildungsseminare aus Firmen-
Instituts- und Spitalbelegschaften, auch für EDV-Kurse, mit immerhin bis zu 12.000
Übernachtungen pro Jahr bis Anfang der 90-er Jahre.
Als die anfänglichen Betriebsverluste 1985 mit den zugesagten Garantiemieten verrechnet
werden sollten, ergaben sich erste Differenzen, die teilweise gerichtlich geklärt werden
mußten und schließlich zum Rücktritt von August Weber als STEG-Verwalter führten. Da
zunächst keine Mietzinszahlungen der Biotel AG flossen, waren die Wohnungseigentümer
gezwungen, einen Interimsverwalter zu bestellen und bares Geld in einen Verwaltungsfonds
einzuzahlen. Im Jahre 1987 wurde nach Beratung durch eine Verwaltungsgesellschaft die
Interessengemeinschaft IG-Vermietung der 35 Wohnungsbesitzer gegründet.
Aber die Biotel AG lehnte eine Zusammenarbeit zur Bestürzung der Versammlung ab.
In dieser schwierigen Lage gelang es dem Beirat, Herrn Joseph Mathys aus Seon, als
Verwalter zu gewinnen. Dieser erreichte es nach direkten Verhandlungen mit dem Anwalt
der Biotel-AG, den Hotelier August Weber zum Abschluß eines Pachtvertrages mit einem
festen jährlichen Pachtzins zu bewegen. Daraus konnten dann jahrelang sämtliche STEG-Beiträge
bezahlt werden. Es mußten aber auch weiterhin Auseinandersetzungen finanziert werden,
letztlich gar um die Kündigung des Pachtvertrages, mit ärgerlichen Rechtskosten für
beide Seiten.
Da die Apparthotels auch anderswo in der Schweiz nicht funktionierten und auch im Parkhotel
Arvenbühl die Belegzahlen Anfang der 90-er Jahre deutlich zurückgingen, mußte die Biotel-AG
am 4. Oktober 1996 den Konkurs erklären. Damit war die Geschäftsgrundlage für die hotelmäßige
Bewirtschaftung der Wohnungen und für die kollektiven Pachtzinseinnahmen entfallen.
Aber die grundbuchlich eingetragene Vermietungspflicht war nicht aufgehoben. Um Einnahmen
zu erzielen und gegenüber der politischen Gemeinde Amden die Vermietungspflicht zu
erfüllen, vermieteten die Wohnungseigentümer ab 1997 selbst, zum größten Teil und mit
beträchtlichem Erfolg unter der Marke Feriencenter im Arvenbüel durch Frau
Silvia Rüedi vom Hotel Arvenbüel.
Herr Mathys legte 1997 nach herber Kritik einzelner Eigentümer die Geschäftsführung
der IG-Vermietung und die Verwaltung der STEG nieder, obwohl ihm und dem Beirat durch
Mehrheitsbeschlüsse Entlastung erteilt worden war. Nach einer kurzen Phase der Selbstverwaltung
durch den Beirat und einem Zwischenspiel von Willi Gmür, Amden als Verwalter, wurde
ab 1. Januar 1999 Herr Heinz Wickli aus Amden als sach- und fachkundiger STEG-Verwalter
gewonnen.
Unter seiner Regie trat Ruhe ein. Ein Erneuerungsfonds wurde eingerichtet, und als
erste wesentliche Maßnahme wurden bereits 1999 die Balkone saniert. Weitere Bauunterhaltungsmaßnahmen
folgten in guter Zusammenarbeit von Beirat und Verwaltung. Im Jahre 2006 konnten gar
nach einem einstimmigen Beschluß der STEG-Eigentümerversammlung sämtliche Hausdächer
von Grund auf erneuert werden.
Im Jahr 2003 gelang es nach intensiven Verhandlungen des Beirates mit dem Gemeindedirektor
Thomas Angehrn und dem Konkursverwalter Derungs, und wesentlich dank einer Gesetzesinitiative
des Kantonsrates Urs Roth aus Amden schließlich, im Zusammenwirken aller Beteiligten
die grundbuchlich eingetragene Bewirtschaftungspflicht aufzuheben (Bescheid aus St.Gallen
vom 6. März 2003). Damit waren die Wohnungen in Ferienwohnungen umgewandelt und verkäuflich
geworden. Vor allem Schweizer Bürger interessierten sich nun dafür und erwarben sie
als schöne und preisgünstige Ferienwohnungen. Bis auf einige wenige haben fast alle
Einheiten inzwischen die Besitzer gewechselt, leider nur wenige werden noch vermietet.
Das Restaurant der Biotel-AG unterstand seit dem Konkurs 1996 der Konkursverwaltung,
bis es 2004 endlich verkauft werden konnte. Auch dies wurde erst nach Verhandlungen
der Konkursverwaltung Derungs mit der Bank Linth als Grundpfandinhaberin möglich -
nicht zuletzt durch die freiwillige Leistung von 27 Wohnungseigentümern in Form einer
beträchtlichen Auskaufzahlung aus der Bewirtschaftungspflicht zur Begrenzung
des Pfandausfalls der beteiligten Bank Linth. Inzwischen ist das Restaurant bekanntlich
als Ammlerhof wiedereröffnet worden.
Man darf nun zuversichtlich sein, dass die jetzigen Wohnungseigentümer im Parkhotel
zu allen Jahreszeiten viel Freude an ihrem Besitz haben, sich auf Dauer in guter Gemeinschaft
im schönen Arvenbüel wohlfühlen können und weiterhin bemüht sind, die Bausubstanz ihrer
Liegenschaft zu erhalten und zu pflegen.
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